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Geschichte Jerichow

Als ältester Backsteinbau östlich der Elbe wurde die Klosteranlage der Stadt Jerichow im 12./13. Jahrhundert als Vorbild vieler kleinerer Kirchen der Umgebung genommen.
Die Stadt Jerichow liegt eingebettet in die Natur der 
Elbniederung, 13 km nordwestlich von Genthin, umgeben von Gewässern Wiesen und Kiefernwälder. Seit mehr als 800 Jahren sind die Westtürme der Stiftskirche als Wahrzeichen der Stadt schon von Weitem zu sehen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Jerichow als slawisches Fischerdorf mit Burgwall am östlichen Elbufer mit der Gründung des Prämonstratenser-Klosters im Jahre 1144. Der Name stammt aus dem slawischen jeri und chow und bedeutet soviel wie Burg des Kühnen/Tapferen. Zwar wurde Jerichow vermutlich im 13. Jahrhundert zur Stadt ernannt, doch ein größerer wirtschaftlicher Aufschwung blieb aus. Der Grund dafür war die natürliche Verlagerung des Elbverlaufes und eine Überschwemmung des Ortes im Jahre 1336. Im 15. Jahrhundert dominierten in dem Ackerbürdgerstädtchen ohne Stadtbefestigung Brau und Schank sowie das Schuhmacherhandwerk. 
Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Neustadt gegründet. Tagelöhner und Handwerker siedelten sich an. Die Fläche zwischen der Altstadt und dem Kloster (die heutige Lindenstraße) wurden bebaut. 
Im 19. Jahrhundert erlebte das Handwerk einen neuen Aufschwung. Von den im Jahre 1840 in der Stadt wohnenden 1.500 Einwohner gab es unter anderem 14 Schuhmacher, 11 Tischler, 17 Zimmerer, 7 Weber und 8 Bäcker. Im Jahre 1850 drehten sich in und um Jerichow 7 Windmühlen. Mit der Industrialisierung erlebte das Handwerk Ende des 19. Jahrhunderts seinen Niedergang. Im Jahre 1899 wurde eine Provinzial-Heilanstalt als Nebenstelle der Heilanstalt Uchtsspringe errichtet, die im Jahre 1928 mit einer Lungenheilanstalt erweitert wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg bestimmen landwirtschaftliche Betriebe, ein Bahnbetriebswerk und das Fachkrankenhaus die Wirtschaft des Stadt.
Das vom Dorfverschönerungsverein des Jerichower Ortsteiles Klietznick sanierte Heydebleckhaus im Fachwerk-Stil wird als Gemeinschaftshaus für gesellschaftliche Aktivitäten genutzt.

Klietznicker Bauernmarkt 2003

Schützenfest 2004

Weihnachtsmarkt 2003

12. Jerichower Reitturnier 2003

Klietznicker Bauernmarkt 2003

Schützenfest 2003

Weihnachtsmarkt 2002

Heydebleckfest 2000

Schützenfest 2000