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Geschichte Kade

Die Gemeinde Kade mit den Ortseilen Kade, Kader - Schleuse, Neubuchholz und Belicke liegt am Nordrand des Fiener Bruchs und grenzt in östlicher Richtung an das Bundesland Brandenburg.
Die erste nachweisliche Erwähnung Kades findet man im Lehnbuch der Magdeburger Erzbischöfe Albrecht III. und Peter aus dem Jahre 1381. Bestimmenden Einfluß auf die Entwicklung der Gemeinde Kade hatte die Familie von Werder.
Auf Betreiben Hans IV von Werders wurden Mitte der Achtziger Jahre des 15. Jahrhunderts die Güter Buchholz, Belicke und Kade wirtschaftlich vereint.  Ein Verkauf der Güter Belicke und Kade erfolgte 1812 an die Familie von Treskow, welche diese bald danach in Erbpacht aufteilte.  

 

Amtshof - ehemaliger Rittersitz von Kade
Als Besonderheit auf dem Territorium des Jerichower Landes kann gelten, daß von 1862 bis 1873 südich von Kade Braunkohle gefördert wurde.  Da die Förderleistungen dem hohen technischen Aufwand nicht gerecht wurden, erfolgte nach einem Wassereinbruch I873 die Schließung der letzten Grube " Vereinigte Bauhütte ". Der Straßenname " Schachtweg " erinnert noch heute an dieses Stück Kader Geschichte.  

Der Ortsteil Kader - Schleuse, gelegen am Elbe-Havel-Kanal, verdankt seinen Namen der 1793i94 ausgebauten Schleuse.
Neubuchholz begründete sich 1819 aus einer Wüstung des Dreißigjährigen Krieges. Die vermutlich im 11.  Jahrhundert in romanischem Stil erbaute, 1913 erweiterte und umgebaute Kirche beherbergt als besondere Sehenswürdigkeiten einen doppelflügeligen Schnitzaltar am der Werkstatt Lucas Cranach d. A. mit einer realistischen Darstellung von Heiligenfiguren in -7eitgenosvischer Kleidung und einen Abendmahlkelch aus der Reformationszeit.  

 

Nähert man sich heute dem Ortskern Kades aus Richtung Belicke, so sieht man schon lange vorher den Kirchturm in der Achse der Straße. Nutzt man das Fahrrad, um in unser Dorf zu gelangen, so hat man sofort einen Eindruck von der Landschaft, die einen ganz besonderen Reiz hat.  Das in der Regelflache Gelände ist gekennzeichnet durch weite Kiefern- und Mischwälder, die sich mit Wiesen, Weiden und Feldern abwechseln.  Aber auch kleinere Hügel und Feuchtgebiete, wie der" Vogelsang ", laden zum Spazierengehen ein, der Elbe-Havel-Kanal bietet Angelmöglichkeiten und der Belicker See lädt zum Baden ein. Die rund 750 Einwohner Kades können stolz darauf sein, wie sie ihrem Dorf in den Jahren der Wende ein ansprechendes Erscheinungsbild gegeben haben.  

Gedenkstein zur Dorferneuerung

Neben den großen Bauvorhaben, wie der zentralen Trink- und Abwasserleitung, wurden dörfliche Einrichtungen im Rahmen der Dorferneuerung neu gestaltet bzw. neu erbaut.

Dazu zählen das Dorfgemeinschaftshaus mit Vorplatz, das neue
Feuerwehrgerätehaus und der Jugendclub.  Gemeinsame Arbeitseinsätze von Vereinen, Handwerkern und Bürgern sorgen dafür, daß alle öffentlichen Einrichtungen gepflegt werden.  
Kade wurde im Jahr 2000 mit der Goldmedaille im Dorfwettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft“ auf Kreisebene ausgezeichnet.  

2. Bauabschnitt Lindenstrasse